Westdeutsche Meisterschaften: Sechs Treppchenplätze für den TV Refrath

Mette Stahlberg und Hanna Kölling

Mette Stahlberg und Hanna Kölling

Im „verflixten siebten Jahr“ der Ausrichtung hat sich der TV Refrath bei den Westdeutschen Meisterschaften erstaunlich erfolgreich präsentiert. Obwohl mit Max Schwenger, Raphael Beck, Richard Domke, Fabian Roth, Lars Schänzler, Carla Nelte und Jenny Karnott die sieben besten Spieler fehlten, konnten die verbleibenden TVR-Asse sechsmal das begehrte Treppchen besteigen.

Am erfolgreichsten war Mette Stahlberg, die bis zum Wochenende noch nie ein Endspiel erreicht hatte und diesmal gleich zweimal vertreten war. Gegen die Titelverteidigerin Katharina Altenbeck (Mülheim) war sie lange auf der Siegerstraße, hatte im zweiten Satz sogar Matchball, bevor Altenbeck das Spiel drehte und für sich entschied.

Doch bereits zwei Stunden danach konnte sich Stahlberg mit ihrer Mannschaftskollegin Hanna Kölling dann den Titel im Damendoppel holen und sich somit ein wenig trösten. Für Kölling war es nach dem Sensationssieg 2009 mit Britta Hogrefe der zweite Titel.

Seine erste Westdeutsche Meisterschaft wollte auch der 31-jährige Kai Waldenberger im Herreneinzel gewinnen. Furios spielte er sich durch bis ins Endspiel, wo ihm letztlich nur ein wenig Glück fehlte und er 20:22, 20:22 gegen Sven-Eric Kastens aus Langenfeld unterlag. Spieler des Wochenendes in dieser Disziplin war der deutlich niedriger eingestufte Mark Byerly aus Refrath, der überraschend bis ins Halbfinale kam und dort Kastens unterlag.

Im Mixed kamen die Refrather Paarungen Tim Steger / Catharina Haß, Kai Waldenberger / Mette Stahlberg und Mark Byerly / Hannah Pohl (Beuel) zu Achtungserfolgen und blieben ein Stück entfernt von den Medaillenrängen, ebenso wie Runa Plützer mit Christopher Klauer aus Bonn, die immerhin den späteren Turniersieger in den dritten Satz zwingen konnten.

Ihre erste Medaille bei Westdeutschen Titelkämpfen der Erwachsenen gewann die 15-jährige Runa Plützer dann jedoch im Doppel. Ihre Partnerin war zunächst ausgefallen, doch da die Bonnerin Hannah Pohl das gleiche Problem hatte, taten sich die beiden zusammen und  kämpften sich ins Halbfinale, wo sie gegen Plützers Clubkolleginnen Stahlberg/Kölling ausschieden.

Auch im Herrendoppel war ein Finaleinzug im Bereich des Möglichen. Denis Nyenhuis war mit Partner Philipp Wachenfeld an Eins gesetzt, verlor jedoch das Halbfinale gegen die späteren Sieger in drei Sätzen und musste sich mit Platz Drei zufrieden geben.

Mit drei Damen und drei Herren im Halbfinale und damit sechs Medaillengewinnern schlug sich der TV Refrath sehr beachtlich und freut sich darauf, auch im kommenden Jahr wieder die Westdeutschen Meisterschaften im Januar ausrichten zu dürfen.

30 Starter bei den Westdeutschen Nachwuchsmeisterschaften

Der TV Refrath ist am kommenden Wochenende bei den Westdeutschen Nachwuchsmeisterschaften in den Altersklassen U11 bis U19 mit 30 Spielerinnen und Spielern vertreten. Viermal in der AK U11, achtmal in U13 und gar zehnmal in U15 schlagen Talente aus der Talentschmiede des TVR in Oberhausen auf, viele von ihnen in zwei oder allen drei Disziplinen. Mit fünf Jugendlichen in U17 und drei in U19 bilden insgesamt 30 Jungen und Mädchen das Rekordteilnehmerfeld in der Geschichte des Vereins.

Verletzungbedingt fehlen wird in U15 Kirstin Boonen, so dass die Medaillenhoffnungen hier vor allem auf Chenyang Jiang liegen werden, der in allen drei Disziplinen zu den Mitfavoriten gehört. Dies gilt auch für Runa Plützer, die im Einzel und Mixed U17 spielt und im Doppel U19.

Viele weitere Refrather Talente hoffen auf ein gutes Turnier und der ein oder andere liebäugelt mit einem Medaillenplatz. Beispielsweise auch das Jungendoppel U13 Bennet Peters und Marcello Kausemann, die sich gerne mit einem guten Ergebnis für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren würden.

Diese Hoffnung haben auch in U17 Elias Beckmann und Niklas Mambrey und im Mädchendoppel U15 Laura Weilberg und Lara Börsch. Heinz Kelzenberg, Leiter der Refrather Badmintonschule: „Wir haben mit Chenyang und Runa zwei große Goldhoffnungen aber auch eine ganze Reihe Mädchen und Jungen, die im Viertelfinale gute Chancen haben, sich aufs Treppchen zu spielen“.

Quelle: TV Refrath Badminton

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