Bildunterschrift: Himmlisch gekocht wurde mit Daria Wirth und Profikoch Leander Grohs in der Kinderdorfküche  Bildrechte: Bethanien Kinderdorf
Himmlisch gekocht wurde mit Daria Wirth und Profikoch Leander Grohs in der Kinderdorfküche Bildrechte: Bethanien Kinderdorf

Viele wichtige Begegnungen und Gemeinschaftserlebnisse in der Bibel haben mit Essen zu tun. Oft hat man einen Engel zu Gast am Tisch sitzen, und weiß es gar nicht. Mit dieser Idee organisierte jüngst Daria Wirth im Bethanien Kinderdorf einen himmlischen Kochabend und lud die Kinderdorfmitarbeiter ein, beim gemeinsamen Kochen Begegnungen und Speisen aus der Bibel zu entdecken wie Ur, eine Frischkäsezubereitung zu Fladenbrot, Petrusfisch oder gefüllte Datteln mit Zimtcreme. Wichtig dabei ist ihr besonders, „gemeinsam etwas miteinander tun, das über die eigentliche Arbeit hinausgeht.  So entstanden neue Begegnungen, Zusammenhalt und Verständnis für die Kollegen über den Dienst und Kinderdorfalltag hinaus. Wir lernten den Menschen, hinter der Schwester oder der Mitarbeiterin kennen. “ Daria Wirth ist seit September letzten Jahres für die bethanische Unternehmenskultur in den drei Bethanien Kinderdörfern zuständig und hat sich diese kulinarische Reise durch die Bibel ausgedacht.

Profikoch Leander Grohs legte in der Kinderdorfküche erst einmal die Grundregel fest: „Beim Kochen wird sich geduzt“! Das berührte viele, denn unter den Hobbyköchen waren sowohl Praktikantinnen, Azubis aber auch gestandene Kinderdorfmütter, Schwestern und sogar die Priorin des Konvents im Kinderdorf. „Ich bin Angela!“ sprudelte die dynamische Priorin beherzt los und machte so den ersten Schritt. „Das hat mir besonders gut gefallen“ so eine junge Anerkennungspraktikantin, „ich hätte mich das gar nicht getraut, aber die Atmosphäre war damit schnell gelöst und wir hatten sofort eine ganz besondere Gemeinschaft und einen wunderbaren Abend!“ 

Beim Essen spickte Daria Wirth die kulinarischen Gänge mit Geschichten aus der Bibel rund um das Thema Zusammenkunft, gemeinsames Essen und Gemeinschaft. Daraus entstanden spannende Tischgespräche, das Kinderdorfleben vermischte sich mit Alltagsgeschichten und beruflichen Herausforderungen. Alle Teilnehmer waren danach begeistert und flehten die Organisatorin an, solch einen Abend zu wiederholen. „Es hat mir richtig gut getan, aus meinem Alltag einmal bewusst heraus zu gehen und in Gemeinschaft und Glauben mit meinen Kollegen verbunden zu sein, mit denen ich sonst nicht viel zu tun habe!“ sagt eine Kinderdorfmutter, die seit über 25 Jahren im Kinderdorf lebt. Dem schlossen sich alle an und zückten sogleich nicht ganz bibelkonform ihre Handys, um einen neuen Termin  für eine Wiederholung zu vereinbaren. 

 

Von Markus Stiefelhagen

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