Nach dem Erfolg im letzten Jahr war das U19-Team des TV Refrath auch in diesem Jahr wieder als Favorit bei den Westdeutschen Mannschaftsmeisterschaften in Solingen gestartet. Das Team um die beiden EM-Fahrer Max Schwenger und Raphael Beck wusste sich am Wochenende von Spiel zu Spiel zu steigern und bot vor allem in einem hochklassigen Finale eine tolle Leistung.

Nach drei relativ leichten Gruppenspielen, die mit 5:3 (gegen TV Emsdetten), 8:0 (gegen STC Solingen) und 7:1 (gegen Phönix Hövelhof) gewonnen wurden, erreichten die TVR-Talente am Sonntagvormittag das Halbfinale. In den Gruppenspielen verzichtete der TVR komplett auf Max Schwenger und ermöglichte Ergänzungsspielern wie Philip Wieler und Marie Kelzenberg mehrere Einsätze.

Im Semifinale wartete mit der SpVg Sterkrade-Nord aus Oberhausen ein starker und unbequemer Gegner, der mit einer cleveren Aufstellung dem TVR Paroli über weite Strecken bieten konnte. Doch nach vier Zweisatzerfolgen reichte den favorisierten Refrathern ein Unentschieden gegen den Nordmeister zum Einzug ins Endspiel und der damit verbundenen Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in Berlin.

Das Trainerduo Daniel Winkelmann und Heinz Kelzenberg war dennoch mit dem hauchdünnen Halbfinalerfolg nicht ganz zufrieden und motivierte das TVR-Team, vor dem Finale gegen BC Hohenlimburg dort alles zu geben und einen Sieg einzufahren. Dass dies so überzeugend gelang, überraschte selbst die Trainer. Heinz Kelzenberg: „Zwei so glatte Siege im Jungendoppel hatte ich nicht erwartet, das war schon wirklich toll. Erik Rose hat klasse gespielt“. Nachdem auch das Damendoppel Wust/Kaulitzky gewonnen wurde und Mark Byerly im 2. Einzel eine überragende Leistung ablieferte, war es an Kevin Mischke und Raphael Beck, in ihren Einzeln den Siegpunkt zu holen. Beck scheiterte knapp mit 19:21 im 3. Satz, wohingegen Mischke in einem ähnlich knappen Match seinen Entscheidungssatz mit 21:17 gewinnen konnte.

Beim Stande von 5:1 für Refrath wurden die letzten beiden Spiele, in denen der TVR auch favorisiert war, nicht mehr ausgetragen, so dass der deutliche Finalsieg von 2010 gegen denselben Gegner wiederholt werden konnte. Ob in vier Wochen jedoch auch erneut das Kunststück gelingen wird, die Deutsche Meisterschaft wie im Vorjahr nach Refrath zu holen, erscheint fraglich. Heinz Kelzenberg: “Der Termin liegt kurz vor den ersten Abiturprüfungen“, weiß aber, dass sein Team alles Voraussicht nach komplett sein wird: „Ziel ist zunächst einmal das Erreichen des Halbfinales am 1. Mai und dann sehen wir weiter. Das hessische Team aus Dortelweil ist mit 4 Nationalspielern jedoch der haushohe Favorit“.

Nun gilt es für die Jugendmannschaft, das Saisonende noch etwas hinaus zu zögern und bis Ende April voll im Training zu bleiben. Kelzenberg: „Schwenger und Beck kommen mehr oder weniger von der Europameisterschaft direkt nach Berlin, auch das müssen wir bedenken. Aber dieses Luxusproblem hat auch Dortelweil“. Ebenfalls für die „Deutschen“ qualifiziert haben sich mit Gastgeber EBT Berlin und dem SV Fischbach die Nachwuchsteams aus zwei Bundesligavereinen. Neben dem zweiten Westvertreter Hohenlimburg starten in Berlin noch der Nordvertreter aus Peine sowie aus dem Süden TSV Freystadt und TV Dillingen. Gespielt wird in zwei Vierergruppen, die beiden Erstplatzierten spielen dann die Halbfinalspiele.

Nominiert haben die Refrather Trainer für Berlin den kompletten Kader der Meistermannschaft: Max Schwenger, Raphael Beck, Mark Byerly, Erik Rose, Kevin Mischke, Philip Wieler bei den Jungen sowie Lisa-Marie Wust, Janice Kaulitzky, Tabea Sänger und Marie Kelzenberg als Mädchen.

 

Von Markus Stiefelhagen

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