Letzte machbare Aufgabe in der Bundesliga

„Die 2:4-Niederlage im Oktober in Gifhorn war das mit Abstand schlechteste Spiel in dieser Saison“, so fasst TVR-Chef Heinz Kelzenberg ein Spiel zusammen, zu dessen Wiederauflage es am Samstag (15 Uhr Halle Steinbreche) kommt. Der Gegner heißt BV Gifhorn, kommt aus Niedersachsen und konnte zwei der bisher erspielten vier Pluspunkte gegen den TV Refrath in heimischer Halle holen. „Wir waren schwach und Gifhorn war an dem Tag stark“, erinnert sich Kelzenberg ganz genau an dieses Match, bei dem er Danny Schwarz als Teamchef vertreten hatte.

Nun kommt es zum Rückspiel und beide Teams haben das gleiche Ziel: Nur nicht Tabellenletzter werden. Der TV Refrath hat zwei Punkte Vorsprung und auch ein Polster im Spielverhältnis. Doch verlieren möchte niemand beim TVR, trotz des Weggangs von Lu Qicheng ist man im Team optimistisch. Danny Schwarz: „Ein Unentschieden sollte mindestens drin sein. Eigentlich gibt es nur ein Spiel, bei dem Gifhorn klarer Favorit ist“. Damit meint er sein 1. Herreneinzel, welches er gegen den Esten Raul Must bestreiten wird, der im Hinspiel noch Lu Qicheng eindrucksvoll in seine Schranken verweisen konnte.

In der Tat sollten die übrigen fünf Begegnungen offen sein und von beiden Teams siegreich beendet werden können. Danny Schwarz: „Ich kann jedoch beim besten Willen noch nicht sagen, wie unsere Aufstellung sein wird“. Eingeschränkt ist Schwarz nicht nur durch den Ausfall seiner chinesischen Nummer 1, sondern auch durch die Blessur von Kai Waldenberger sowie aufgrund der Tatsache, dass die zuletzt eingesetzten Youngsters Max Schwenger und Raphael Beck bei den Deutschen Jugendmeisterschaften antreten und nicht gleichzeitig Bundesliga spielen können.

Definitiv zurück ins Team rücken wird jedoch der wieder genesene Johannes Szilagyi, der bei den Deutschen Meisterschaften zu gefallen wusste. Heinz Kelzenberg: „Er wird darauf brennen, endlich wieder Bundesliga zu spielen und er hat viele Fans“.

Angesichts des schweren Restprogramms gegen Berlin, Bischmisheim und Lüdinghausen (Platz 1,2, und 4) scheint das Samstagsspiel gegen Gifhorn die letzte realistische Chance für den TV Refrath zu sein, das Punktekonto von aktuell 6:14 Zählern noch aufzubessern.

TVR-Jugend auf Titeljagd

Nachdem die Refrather Bundesligastars mit zwei Medaillen von ihren nationalen Titelkämpfen nach Hause zurück gekehrt sind, versucht am kommenden Wochenende in Duisburg-Rheinhausen der starke TVR-Nachwuchs, dieses Ergebnis noch deutlich zu überbieten.

Bei den Deutschen Meisterschaften U15-U19 starten insgesamt 8 Refrather Talente. Während Kevin Mischke und Erik Rose im Doppel zum Abschluss ihrer Juniorenzeit erstmals für eine „Deutsche“ nominiert wurde und Lisa-Marie Wust sich (ebenfalls in U19) in allen drei Disziplinen qualifizieren konnte, hat das übrige TVR-Quartett bereits „DM-Luft“ geschnuppert.

In U15 ist es allein Dinah Riss, die in den Refrather Farben teilnehmen wird und dies von Setzplatz Vier im Mädchendoppel U15 an der Seite von Eva Janssens (1.BVC Beuel). Eine Altersklasse höher startet die Deutsche Meisterin im Mädchendoppel  U15 von 2010 Janice Kaulitzky mit Jasmin Wu (Mülheim), diesmal jedoch in U17 und nur mit Außenseiterchancen. Dies gilt auch für ihr Mixed mit dem Hohenlimburger Torben Trapp.

Ebenfalls in U17 startet Mark Byerly, der vor allem im Doppel mit Mark Lamsfuß (Wipperfeld) als die Setzliste Anführender gute Chancen auf ein tolles Ergebnis hat. Raphael Beck startet ebenfalls in drei Disziplinen und sein Ziel sind drei Medaillen. Dies ist laut Heinz Kelzenberg durchaus möglich, denn vor auch in der Disziplin, die er in dieser Saison am wenigsten gespielt hat, schätzt er ihn sehr stark ein: „Raphi ist im Doppel und Mixed ganz vorne mit dabei und ich traue ihm auch im Einzel einiges zu“.

In allen drei Disziplinen kommt einer der Hauptkonkurrenten Becks aus dem eigenen Lager. Max Schwenger, gebürtiger Bayer und seit einem Jahr im TVR-Trikot gilt im Doppel und Mixed als Titelfavorit und freut sich ganz besonders auch auf das Einzel. „Mal sehen, wen ich alles ärgern kann“, so Schwenger und bringt damit zum Ausdruck, dass er in dieser Disziplin nichts zu verlieren, jedoch eine Menge zu gewinnen hat.

Der TV Refrath hat mit 8 Teilnehmern das größte Aufgebot alle NRW-Vereine.  Heinz Kelzenberg: „Wenn wir jetzt noch eine Handvoll Medaillen holen und am besten in Gold, Silber und Bronze, dann ist es perfekt gelaufen“.

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