Berlin und Lüdinghausen zum Abschluss

Die zweite Saison für die Badmintonmannschaft des TV Refrath in Deutschlands höchster Spielklasse neigt sich dem Ende entgegen. Doch der am Wochenende anstehende Doppelspieltag steht eindeutig im Schatten der Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit. Heinz Kelzenberg: „Wir befinden uns in der Phase, in der das Team für die neue Saison zusammengestellt wird, das heißt Danny Schwarz und ich denken momentan in erster Linie an die Zukunft“.

Am Samstagmorgen reist das TVR-Team in die Bundeshauptstadt, um dort beim Tabellenführer SG EBT Berlin anzutreten. Durch den nur Hauchdünnen Vorsprung der Berliner auf die Verfolger, ist sich Heinz Kelzenberg sicher, dass diese einiges aufbieten werden: „Berlin wird volles Brett auf ein 6:0 gehen“. Bereits im Hinspiel war EBT mit drei ausländischen Weltklassespielern und der Achten der Weltrangliste im Dameneinzel, Juliane Schenk, nach Refrath gekommen. „Die wollen unbedingt zum ersten Mal Deutscher Meister werden“, weiß Danny Schwarz, der sein Team auf der Zugfahrt nach Berlin und zurück begleiten wird. Aus der zweiten Mannschaft wird Christian Böhmer das Bundesligateam ergänzen und im 2. Herreneinzel spielen. Die bisherigen Ersatzspieler, Johannes Szilagyi und Raphael Beck, laufen zeitgleich im Regionalligateam auf, welches ja noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft in der Regionalliga hat.

Für das zweite Spiel am kommenden Wochenende am Sonntag (14 Uhr Halle Steinbreche) gegen Union 08 Lüdinghausen hängt die Besetzung des TVR-Teams in erster Linie davon ab, wer erneut noch im Regionalligateam gebraucht wird. Heinz Kelzenberg: „Natürlich wollen wir unseren Zuschauern die bestmögliche Mannschaft bieten, doch jeder wird die Spielerinnen und Spieler der 2. Mannschaft verstehen, die ihrem Team helfen wollen, in die 2. Liga aufzusteigen“.

Zwar sind die Chancen für TVR 2 eher die eines Außenseiters, aber nach dem 6:2 Erfolg beim Tabellenprimus BC Hohenlimburg haben Schwenger & Co „Blut geleckt“. „Wir wollen es auf jeden Fall versuchen und spekulieren darauf, dass Hohenlimburg am Samstag in Sterkrade einen Punkt lässt“, so Leistungsträger Sebastian Teller. Aber auch die Refrather Zweitvertretung muss zunächst am Samstag (16 Uhr Halle Steinbrech) beim schweren Spiel gegen den FC Langenfeld (Hinspiel 3:5) seine Hausaufgaben machen und zwei Punkte einfahren.

Dennoch wird die Bundesligapartie am nächsten Sonntag gegen Lüdinghausen wesentlich offener als die Begegnung gegen Berlin. Das NRW-Team weilt auf Rang 4 und konnte mit genau diesem Tabellenplatz in der letzten Saison noch an den Playoffs um die Meisterschaft teilnehmen. Dieser vierte Platz wurde nun gestrichen, so dass nur noch drei Teams die Meisterschaft untereinander ausspielen.

Während der Vorbereitungen auf die letzten sportlichen Aufgaben, bastelt das Duo Schwarz/Kelzenberg indes fleißig am Team der Zukunft. Erfreut zeigt sich Kelzenberg von den ersten Ergebnissen: „Die Verträge mit Carla Nelte, Kim Buss, Kai Waldenberger, Denis Nyenhuis und Max Schwenger sind unter Dach und Fach“. Um jedoch konkurrenzfähig zu sein und nicht zu den beiden Absteigern in der kommenden Spielzeit zu gehören, bedarf es je einer Verstärkung im Damen- und Herrenbereich. Laut Danny Schwarz werden parallel mehrere Namen abgearbeitet, die zum Teil sehr vielversprechend sind. Schwarz: „Wir können bei solchen Verhandlungen ja keine riesengroßen Sprünge machen, aber wir kommen Stück für Stück vorwärts“.

Besonders erschwert die anstehende Olympia-Qualifikation die Verhandlungen mit einigen Spielern. TVR-Chef Kelzenberg: „Die meisten Top-Spieler stehen nur an 8 von 18 Spieltagen zur Verfügung, weil sie zahlreiche Turniere spielen und zum Teil zusätzlich von ihren Verbänden für ausländische Ligen nicht gerne freigegeben werden. Aber diese Probleme haben unsere Konkurrenten ja auch“. Ob die Neuverpflichtungen der Refrather eher aus dem asiatischen oder europäischen Ausland sind, konnte Kelzenberg noch nicht sicher sagen: „Wir suchen überall, wahrscheinlich ist jedoch, dass es eine asiatische und eine europäische Verstärkung sein werden“.

 

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