Fabian Roth holt Ehrenpunkt für TV Refrath

Fabian RothMit der absoluten Notbesetzung war die Refrather Bundesligamannschaft am Samstag nach Lüdinghausen gereist, um dort gegen den Playoff-Kandidaten SC Union 08 anzutreten. Die Teilnahme von Max Schwenger und Carla Nelte bei der Studenten WM sowie eine Turnierverpflichtung von Chloe Magee in China hatten Teamchef Danny Schwarz einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht, wollte dieser doch die exzellente Vorstellung seines Teams an gleicher Stelle aus der letzten Saison wiederholen.

Das Team um die beiden Stammspieler Richard Domke und Denis Nyenhuis musste also auf drei Positionen ergänzt werden und nach reiflicher Überlegung entschied man sich, dem 16-jährge Fabian Roth eine Chance zu geben. Da parallel auch die 2. Mannschaft ein wichtiges Heimspiel gegen Solingen auszutragen hatte, griff man darüber hinaus auf Damen aus den unteren Teams zurück. Dies waren Britta Hogrefe, ehemalige Zweitligaspielerin, die aktuell in der Verbandsliga spielt und Nachwuchsspielerin Marie Kelzenberg (18) aus der 5. Mannschaft des TVR (Landesliga).

Teammanager Danny Schwarz: „Die beiden haben sich wirklich gut verkauft, aber die Aufgaben waren natürlich nicht lösbar“. In der Tat konnten die Lüdinghausener Damen Karin Schnaase und Selena Piek nach Belieben ihre Spiele dominieren und gewannen letztlich alle sechs Sätze klar.

Anders sah es in den drei Herrenspielen aus. Zunächst überzeugte das Doppel des stark aufspielenden Denis Nyenhuis mit Fabian Roth, die zum ersten Mal zusammen spielten, sich jedoch auf Anhieb gut verstanden und in Szene setzen konnten. Die aus Refrather Sicht besten und für die 200 Zuschauer interessantesten Begegnungen entwickelten sich dann jedoch in den Herreneinzeln.

Richard Domke, in den letzten Spielen manchmal enttäuscht über seine eigene Leistung, machte in Lüdinghausen sein bestes Spiel dieser Saison. Er brachte den Belgier Yuhan Tan, immerhin auf Platz 56 der Weltrangliste an den Rand einer Niederlage und zeigte sich vollauf zufrieden: „Vor meiner Verletzung war ich an diesem Leistungsniveau ganz nah dran. Schön dass ich heute endlich wieder annähernd so gut spielen konnte“.

Im zweiten Einzel traf dann der 16-jährige Fabian Roth auf den 30-jährigen indonesischen Routinier Endra Kurniawan, der in der letzten Saison noch eindrucksvoll die damalige Refrather Nummer 1, Lin Yu Hsien, besiegt hatte. Doch Roth ging ohne großen Respekt und mit dem Rückenwind der Jugend-WM, bei der er toll gespielt hatte, zu Werke. Dass erstens ein Sieg und zweitens einer in dieser Deutlichkeit dabei heraussprang, verwunderte nicht nur Teamchef Danny Schwarz: „Ich ziehe meinen Hut vor Fabis Leistung, das war erste Sahne und für mich überraschend“.

Somit konnte der TVR mit einem gewonnenen Spiel mit nur einem blauen Auge die Heimreise antreten. Die Hinrunde beenden die Refrather mit 7:11 Punkten auf einem ordentlichen 7. Platz, zwei Punkte vor Rosenheim und fünf vor Gifhorn. Auf diese beiden Teams trifft man zu Beginn der Rückrunde, dann wieder mit dem Malaysier Hafiz Hashim sowie den drei Leistungsträgern, die an diesem Wochenende nicht zur Verfügung standen.

Die Reise für die beiden Refrather Leistungsträger Carla Nelte und Max Schwenger hat sich jedenfalls gelohnt. Nelte kehr mit zwei 5. Plätzen zurück und Max Schwenger holte sich sogar mit Andreas Heinz aus Beuel die Bronzemedaille. In einem packenden Halbfinale war gegen die an Eins gesetzten Koreaner sogar der Sieg drin. Die Deutschen unterlagen erst mit 17:21 im dritten Satz. Heinz Kelzenberg: „Ich bin gespannt, was Max nach seiner Rückkehr erzählen wird, denn immerhin steht Lee auf Platz 2 und Kim auf Platz 7 der aktuellen Weltrangliste. Entweder haben die deutschen Jungs Weltklasse gespielt oder die Koreaner sie auf die leichte Schulter genommen“.

Quelle: TV Refrath Badminton

About the author

Ich lebe seit meinem vierten Lebensjahr in Refrath. Die Internetseite Refrath Online betreibe ich aus privatem Interesse. Hier berichte ich über aktuelle Themen aus Refrath. Um immer aktuell zu sein, bin ich auf die Mithilfe anderer angewiesen. Daher freue ich mich über jeden Artikelvorschlag.