„Nullnummer“ in Bischmisheim

Kai WaldenbergerMit einem nicht ganz unerwarteten 0:6 kehrte der Tabellensechste TV Refrath vom Auswärtsspiel im Saarland gegen den neuen Tabellenzweiten 1.BC Bischmisheim zurück. Der Gastgeber war in Bestbesetzung angetreten und konnte es sich leisten, zugunsten von Lukas Schmidt und Marcel Reuter auf Dieter Domke im Einzel zu verzichten.

Im Herrendoppel spielte der TVR zwar ordentlich mit, musste den starken Gegner Fuchs/Schöttler jedoch den Sieg überlassen. Im Damendoppel fiel bereits eine Vorentscheidung für einen Sieg der Gastgeber, denn nach einer knappen Stunde fuhren Konon/Wengberg einen Dreisatzsieg über Nelte/Magee ein. Dabei hatten die Refratherinnen nach knapp gewonnenem ersten Satz im zweiten Durchgang sogar den Sieg auf dem eigenen Schläger.

Für eine überraschend gute Leistung sorgte im Anschluss Kai Waldenberger, der im Spitzeneinzel Lukas Schmidt in den dritten Satz zwang und eine seiner besten Saisonleistungen zeigte. Im zweiten Einzel verzichtete Denis Nyenhuis wegen einer leichten Fußverletzung auf seinen Einsatz und überließ Marcel Reuter somit kampflos den Sieg.

Das Dameneinzel zwischen Chloe Magee und Olga Konon sorgte noch für eine Menge Abwechslung. Magee startete wie die Feuerwehr und führte 15:8, bevor die gebürtige Weißrussin mit deutschen Pass den ersten Satz noch knapp gewinnen konnte. Hier gaben zwei krasse Fehlentscheidungen des Schiedsrichters den Ausschlag über Konons Satzgewinn und letztlich über den gesamten Sieg, den Magee erholte sich vor allem mental nicht von diesem Pech.

Beim Stand von 0:5 ging das Gemischte Doppel aufs Feld und Fuchs/Wengberg war anzumerken, dass sie alles daran setzen würden, eine Revanche für die Hinspielniederlage gegen Schwenger/Nelte zu nehmen. Letztlich setzte sich die routinierte Saarbrücker Paarung auch in zwei knappen Sätzen durch und sorgte für den glatten Heimsieg des neuen Tabellenzweiten.

Harte Nuss für TVR am Sonntag gegen Lüdinghausen

Am kommenden Sonntag (14 Uhr Halle Steinbreche) begrüßt Badminton-Bundesligist TV Refrath zum ersten Heimspiel in diesem Jahr den Tabellenvierten SC Union 08 Lüdinghausen. Das Team aus dem Kreis Coesfeld spielt seit Jahren „oben“ mit und kratzt auch in dieser Saison an den Play-Offs. Ob der aktuelle dritte Rang jedoch gehalten werden kann ist fraglich, denn Berlin, Mülheim und Bischmisheim sind ebenfalls sehr, sehr stark.

Lüdinghausen spielt mit 2 deutschen und vier ausländischen Spielern. Karin Schnaase und Josche Zurwonne sind Eigengewächse und Nationalspieler und bilden das Fundament für die jahrelange Arbeit des Bundesliga-Managers Michael Schnaase.

Beim Tabellensechsten TV Refrath fehlt am Sonntag leider Richard Domke, der erst vor zwei Wochen seine Drähte und Schrauben aus dem Arm entfernt bekommen hat, mit denen er bisher gehandicapt gespielt hat. Er braucht noch ca. drei Wochen, bis er wieder voll einsteigen kann. Da auch die 2. Refrather Mannschaft an diesem Woche auf Auswärtstour ist und diese noch nicht den Klassenerhalt zu 100% unter Dach und Fach gebracht hat, wird auch niemand aus der „Bundesliga-Reserve“ aushelfen können.

Wer neben Kai Waldenberger in den Herreneinzeln auflaufen wird, entscheidet sich sehr kurzfristig. Mit Chloe Magee und Carla Nelte stehen jedoch beide Top-Damen zur Verfügung und mit Denis Nyenhuis und Max Schwenger auch die Refrather Doppel- und Mixedspezialisten.

Beim Gegner spielt der Belgier Yuhan Tan (25) schon mehrere Jahre im Union-Dress und ist inzwischen auf Rang 68 der Weltrangliste geklettert. Vor einem Jahr gelang Lüdinghausen dann personell der bisher größte Coup: Mit den beiden holländischen Nationalspielern Ruud Bosch und Selena Piek holten sie zwei sehr talentierte, international erfolgreiche Spieler ins Team. Piek ist übrigens die Doppelpartnerin von Iris Tabeling, die seit diesem Jahr in unserer 2. Mannschaft spielt. Im 2. Herreneinzel wechseln sich der Indonesier Endra Kurniawan und Vladislav Druzchenko aus der Ukraine ab.

Die Stärke von Lüdinghausen ist die Mannschaftsleistung. Sie sind auf keiner Position überragend, sondern überall sehr gut besetzt. Das macht es diesmal für den TVR sehr schwer, drei der sechs Spiele zu gewinnen.

TVR 2 auf Nordtour – Mission „Alles klar machen“

Nach vielen Wochen Pause im Mannschaftsbetrieb freuen sich die Zweitligaspieler des TV Refrath auf das kommende Wochenende. Die Reise geht gemeinsam in den Norden nach Hamburg und später nach Berlin. Dort sollen an einem Doppelspieltag die noch fehlenden zwei Punkte zu Klassenerhalt eingefahren werden.

Zwar liest sich die Tabellensituation relativ eindeutig, hat TVR 2 doch insgesamt 7 Punkte Vorsprung vor Abstiegskandidat BC Hohenlimburg, doch soll das kommende Wochenende endgültige Klarheit geben. Heinz Kelzenberg: „Hohenlimburg hat das gleiche Programm wie wir. Nur wenn sie beide Spiele gewinnen und wir beide verlieren, wird es noch einmal richtig spannend“. Doch damit rechnet niemand wirklich, erst recht nicht damit, dass der TVR beim Tabellenletzten Horner TV Hamburg und beim Fünften Südring Berlin komplett leer ausgeht.

Kelzenberg: „Dafür sind wir auch einfach zu stark“. Mit an Bord beim TV Refrath sind alle drei Damen, nämlich Mette Stahlberg, Hanna Kölling und die Niederländerin Iris Tabeling, die ihre überragende Form durch einen Turniersieg im Doppel bei den Swedish International eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Auch an Bord sind Raphael Beck und die drei U19-Spieler Mark Byerly, Lars Schänzler und Fabian Roth. Erfreulicherweise ebenfalls wieder mit dabei ist auch Johannes Szilagyi, so dass endlich auch wieder Aufstellungsvariationen möglich sind.

Sowohl gegen Hamburg, als auch gegen Berlin hat Refrath vor heimischem Publikum gewonnen, doch man weiß selbst, dass beide Mannschaften zu Hause ein Stück stärker sind als auswärts. Dennoch vertraut man auf die eigenen Qualitäten, die bislang dazu führten, dass man als Aufsteiger für viel Aufsehen sorgen konnte.

Heinz Kelzenberg: „Ich vertraue der überragenden Stimmung innerhalb der Mannschaft und der guten Form aller Beteiligten“.

Quelle: TV Refrath Badminton

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