Fabian RothDer Optimismus aller Refrather Beteiligten zahlte sich aus. Vor dem Spiel war man sich im TVR-Team einig, dass man auch dem Tabellendritten der Bundesliga, Union Lüdinghausen durchaus Paroli bieten wollte. Gegen Berlin, Bischmisheim und Beuel hatten die Refrather bereits ein Unentschieden vor heimischem Publikum geholt, lediglich der 1.BV Mülheim hatte beide Punkte mit aus der Halle Steinbreche nehmen können.

Lüdinghausen gelang in der gut gefüllten Refrather Halle vor den Augen von Bürgermeister Lutz Urbach und Wolfgang Bosbach zunächst fast alles. Das Herrendoppel ging klar an Union und auch der erste Satz des Damendoppels sah Nelte/Magee als knappe Verlierer. Dass das Refrather Damendoppel letztlich die beiden folgenden Sätze knapp gewinnen konnten, lag an ihrer offensiven Spielweise sowie der lautstarken Unterstützung der heimischen Fans. Selten hat man in Refrather ein so spannendes Damendoppel gesehen.

Es folgten die beiden Herreneinzel, in denen durch das Fehlen von Richard Domke die nominelle Nummer Drei des Kaders, Kai Waldenberger, gegen den Belgier Yuhan Tan ran musste. Waldenberger spielte vor allem einen sehr guten zweiten Satz, konnte den Sieg des 70. der Weltrangliste jedoch letztlich nicht gefährden. Parallel spielte der 17-jährige Fabian Roth gegen den ukrainischen Routinier Druzchenko und ließ ihm überhaupt keine Chance. Das Refrather Talent war eigens nach dem Samstagsspiel der 2.Mannschaft in Hamburg mit dem Zug nach Hause gefahren, um sonntags seinen zweiten Erstligaeinsatz zu absolvieren. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als Roth für sein Team den Punkt zum 2:2 holte.

Nun lag ein Unentschieden in der Luft und in dem Augenblick, in dem sowohl Chloe Magee (gegen Karin Schnaase) als auch das starke Mixed Schwenger/Nelte den zweiten Satz gewinnen konnten, war sogar der Sieg möglich. Doch die Niederländer Bosch/Piek nutzen im Entscheidungssatz eine Schwächeperiode der Refrather gnadenlos aus und gewannen das Mixed letztlich souverän.

Chloe Magee und Karin Schnaase lieferten sich einen erbitterten Fight und eine unglückliche Entscheidung des Schiedsrichters aus Sicht von Schnaase brachte Magee letztlich spielentscheidend in Front. Heinz Kelzenberg: „Ich habe den Ball genauso wenig exakt sehen können wie unsere Spielerin, doch wenn er wirklich so deutlich aus war, wie Karin sagte, dann war es schon bitter“. Magee machte in der Schlussphase so gut wie keinen Fehler mehr und siegte mit 21:13.

Der Jubel war nicht nur bei ihr groß, sondern auch beim Rest der Mannschaft, denn durch das Unentschieden konnte sich der TVR weiterhin auf dem 6. Tabellenplatz halten. Kelzenberg: „Wir können gegen jeden Gegner auch in Bestbesetzung mithalten und eine Punkt holen“. Die drei ausstehenden Partien gegen Mülheim, Düren und Berlin sollen zeigen, dass sich das Team weiter gesteigert hat. In der Hinrunde wurden die Begegnungen gegen diese Mannschaften nämlich allesamt verloren.

 

Zweitligateam holt zwei Punkte und den Klassenerhalt

Durch einen knappen 5:3-Erfolg über den Horner TV Hamburg brachte TV Refrath 2 am Samstagnachmittag sein Saisonziel unter Dach und Fach. Durch weitere Ergebnisse der Konkurrenz kann sich der Aufsteiger vier Spieltage vor Saisonende sicher sein, nicht mehr abzusteigen.

Sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze bedeuten Sicherheit, für die nächste Saison planen zu können. Da schmerzte auch die 3:5-Niederlage am Sonntag bei Südring Berlin nicht sonderlich. Ohne Fabian Roth war jedoch auch dort sogar ein Unentschieden im Bereich des Möglichen, doch das bis dato ungeschlagene Mixed Beck/Tabeling erwischte keinen guten Tag und verlor erstmalig in dieser Saison.

Sein Comeback gab Johannes Szilagyi nach seiner Verletzungspause, jedoch leider blieb er ohne Sieg. Ungeschlagen den Weg Richtung Heimat trat am Sonntagnachmittag lediglich der 19-jährige Mark Byerly an, der beide 1. Herrendoppel (mit Beck) und sein 3. Einzel gegen Berlin siegreich beenden konnte. Auch Mette Stahlberg, Hanna Kölling und Iris Tabeling wussten schlussendlich zu überzeugen und gewannen jeweils eines ihrer Spiele. Dies schaffte auch der 17-järhige Lars Schänzler, der in Berlin gewann, jedoch in Hamburg tags zuvor mit 21:23 im dritten Satz unterlegen war.

Team-Manager Daniel Winkelmann: „Ich bin stolz, dass wir bereits jetzt den Klassenerhalt sicher haben, aber wir wollen am nächsten Doppelspieltag zu Hause noch einmal punkten, um die Saison in der oberen Tabellenhälfte zu beenden“.

Quelle: TV Refrath Badminton

Von Markus Stiefelhagen

Ich lebe seit meinem vierten Lebensjahr in Refrath. Die Internetseite Refrath Online betreibe ich aus privatem Interesse. Hier berichte ich über aktuelle Themen aus Refrath. Um immer aktuell zu sein, bin ich auf die Mithilfe anderer angewiesen. Daher freue ich mich über jeden Artikelvorschlag.