Wechselbad der Gefühle in Beuel

tv-refrath-bundesligateam-2013_webIn fünf von sechs Begegnungen hatte der TV Refrath am Dienstag seine an diesem Tag bestmögliche Leistung gebracht – und stand am Ende beim 1:5 trotzdem mit leeren Händen da.

Zum Rückrundenstart waren gut 250 Zuschauer in die Erwin-Kranz-Halle gekommen, die nach ihrer Renovierung sicherlich zu den schönsten Badmintonhallen Deutschlands gehört. Wie viel Respekt der 1.BC Beuel inzwischen vor dem TV Refrath hat, zeigte sie Tatsache, dass die am Sonntag noch verletzt gemeldete Engländerin Lauren Smith extra eingeflogen war, um das Heimteam besser da stehen zu lassen. Dies führte im Refrather Team zunächst zu Ernüchterung, die jedoch sehr schnell verflog.

Viel hatte der TVR an diesem Abend nicht von sich erwarten können, waren doch mit Richard Domke und Denis Nyenhuis zwei Akteure sehr grippegeschwächt. Vor dem Spiel stand fest, dass Domke in jedem Fall aufs Feld musste und Nyenhuis entschied nach dem Aufwärmen, es zu versuchen.

Nachdem dann beide Doppel ihre ersten Sätze, Nyenhuis/Schwenger gegen Zwiebler/Kindervater sowie Nelte/Magee gegen Smith/Michels gewinnen konnten, war allen Beteiligten klar, dass der RV Refrath an diesem Abend durchaus mit etwas Zählbarem die Halle in Beuel verlassen könnte.

Doch schließlich kam es nach in der Tat hervorragenden Leistungen in beiden Doppeln für die Refrather Paarungen nicht zum gewünschten Sieg. Heinz Kelzenberg: „Ich war sehr stolz auf die Leistung der beiden Doppel. Der Einsatz von Carla und Chloe war unglaublich gut und Denis hat an der Seite vom sehr guten Max seinem Körper wirklich alles abverlangt“.

Anschließend bestritt Domke wenigstens einen Satz gegen einen sichtlich gelangweilten Europameister Marc Zwiebler und schenkte den zweiten entkräftet ab. Parallel kämpfte Kai Waldenberger beim vielleicht letzten Erstligaeinsatz seiner Karriere bis zum Umfallen und präsentierte sich im Gegensatz zu Sonntag deutlich verbessert. So gewann er überraschend den ersten Satz gegen den Holländer Erik Meijs (Nr. 125 der Weltrangliste), der ihn jedoch in den Folgedurchgängen physisch an die Wand spielte.

Teammanager Danny Schwarz: „Der Zwischenstand von 0:4 war für das gesamte Team ernüchternd und machte die verbleibenden beiden Spiele zu einer schwierigen Kopfangelegenheit“. So konnte Chloe Magee ihr Match gegen die Deutsche Jugendmeisterin Luise Heim routiniert über die Bühne bringen und wurde lediglich durch eine ungewöhnliche Schiedsrichterentscheidung phasenweise aus ihrer Konzentration gebracht. Chloe Magee: „Ich kenne den Schiedsrichter als einen wirklich guten, aber er hat mir heute zum ersten Mal in meiner Badmintonkarriere einen Einzelaufschlag abgepfiffen. Das hat mich bei 13:13 einfach sehr geärgert“.

Auf dem Nachbarfeld tat sich das oft gefeierte Refrather Mixed Max Schwenger / Carla Nelte sichtlich schwer gegen den top-motivierten Beueler Ersatzmann Max Weiskirchen und die ebenfalls an diesem Tag sehr ehrgeizige Birgit Michels. Der erste Satz ging glatt an Beuel, doch die Refrather kamen mit einer ordentlichen Leistung ins Spiel zurück. Im Entscheidungsdurchgang fehlte dann beiden jedoch die Durchschlagskraft und ihr Spiel war von ungewohnt vielen Fehlern geprägt.

Heinz Kelzenberg: „Ohne die gute Leistung der Beueler schmälern zu wollen, sah es leider von außen phasenweise so aus, als ob sich unser Mixed hat hängen lassen. Aber es war und ist für Max und Carla auch wirklich schwer gewesen, in dieser Situation zu ihrer besten Leistung zu finden. Dennoch kann ich in dieser Konstellation von beiden einen Sieg erwarten“.

So fiel das 1:5 aus Sicht der meisten Zuschauer bei vier Dreisatzspielen etwas zu hoch aus. Doch auch in Beuel wurde wieder deutlich, zu welchen Leistungen das junge Team des TV Refrath in der Lage ist. Nun gilt es jedoch für den Rest der Saison nicht, sich mit den Top-Teams zu messen, sondern bereits in den nächsten beiden Begegnungen (25./26.1.) gegen die beiden Abstiegskandidaten Rosenheim und Trittau zu punkten.

Daher ist es umso erfreulicher, dass die Refrather Vereinsführung fest davon ausgeht, beide Begegnungen in Bestbesetzung auszutragen.

Quelle: TV Refrath Badminton

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